Pflege des Garns

Garn pflegen

Wie wasche und spanne ich mein fertiges Stück?

Wir empfehlen, alle unsere Garne, auch die Superwash-Garne, von Hand zu waschen. So ist sichergestellt, dass das Garn so lange wie möglich schön bleibt und lange hält. Wenn du dein Projekt beendet hast, tauche es in ein Becken mit lauwarmem Wasser – wenn du möchtest, mit einem Wollwaschmittel, das nicht ausgespült werden muss (wir nutzen Eucalan), lasse es eine Weile das Wasser aufsaugen, dann rolle dein Projekt in ein Handtuch, um das überflüssige Wasser auszudrücken, lege es flach zum Trocknen hin und stecke es mit Stecknadeln fest.

Ausblutendes Garn

Bei allen Garnen und Textilien kann manchmal Farbe ausbluten. Häufig passiert dies, wenn man Jeans oder andere Stücke aus Denim wäscht. Tendenziell passiert dies bei dunklen blauen und roten Farbtönen. Gründe dafür können sein: unterschiedliche pH-Werte des zum Waschen verwendeten Wassers, verschiedene Waschmittel (manche sind sehr aggressiv gegenüber Farben) oder zu viel Färbemittel, das noch nicht ganz ausgewaschen ist.

Alle unsere handgefärbten Garne werden von Hand in einem Waschbecken ausgespült. Jede Charge wird in Eucalan eingeweicht, dann werden die einzelnen Stränge ausgespült, um sicherzugehen, dass die Farbe nicht ausblutet. Diese Methode ist aber nicht idiotensicher und Stränge in dunkleren Farben können manchmal noch etwas ausbluten. Zum Glück ist dies bei uns sehr selten. Falls es aber doch passiert, kannst du folgendes tun: gib das Garn oder fertige Strickstück in einen Topf (den du nicht für Essen benutzt), gib Wasser und einen großzügigen Schuss Essig oder Zitronensäure hinzu, und erwärme das ganze langsam. Das Wasser sollte köcheln, aber nicht kochen. Stelle den Herd aus, mach einen Deckel auf den Topf und lass ihn – idealerweise über Nacht – stehen. Danach sollte das Wasser im Topf klar sein und du musst nur noch das Garn ausspülen. Falls das Wasser noch nicht ganz klar ist, spüle das Garn trotzdem aus – ähnlich wie bei Haarfarben kann es überschüssige Farbe geben, die ausgewaschen werden muss.

Wir empfehlen dringend, für mehrfarbige Projekte eine Maschenprobe mit allen Farben anzufertigen und diese zu waschen und zu spannen – nicht nur, um die Maschenprobe zu überprüfen, sondern auch, um sicherzugehen, dass die Farben gut zusammenpassen und dass die dunkleren Farben nicht auf die helleren Farben abfärben. Das ist zwar selten, aber im Zweifelsfall lohnt es sich, dies zu überprüfen.

Knoten

Die Stränge können Knoten enthalten – dies kommt daher, dass die Spinnerei Konen mit einem bestimmten Gewicht wickelt, von denen dann die Stränge abgewickelt werden. Wenn die Spinnerei das Garn nicht zusammenknoten oder spleißen würde, würde viel Garn verschwendet werden. Wir schauen, wie viele Knoten das Garn hat. In der Regel sollen unsere Stränge höchstens einen Knoten haben: wir sortieren alle aus, die wir finden.

Dickere Stellen im Garn

Manchmal entstehen kleine dickere Stellen aus nicht-gesponnenen Fasern in einem ansonsten glatten Garn. Dies ist kein Fehler, sondern kann in jedem Garn aus natürlichen Fasern passieren, vor allem bei Wolle. Es ist nicht ideal, kann aber vorkommen – unsere Garne sind aus natürlichen Fasern hergestellt und obwohl sie maschinell gesponnen werden, sind diese Maschinen nicht immer perfekt und die Kämme können gelegentlich kleine Mengen an Fasern durchlassen. Wenn wir diese Stellen beim Verarbeiten des Garns bemerken, entfernen wir sie selber, aber manchmal übersehen wir sie – wir sind auch nur Menschen und verarbeiten eine große Menge Garn. Wenn du eine dickere Stelle mit unversponnenen Fasern findest, kann du diese Fasern vorsichtig herausziehen, ohne das Garn oder dein Strick- bzw. Häkelstück zu beeinträchtigen.

Zelazna-Wolle

Zelazna-Wolle, geschoren und versponnen in Polen, kommt von der Schafrasse Owca Żelaźnieńska, einer hybriden Schafrasse, die zur Gruppe der Polish Lowland gehört und im ganzen Land vorkommt. Diese Schafrasse ist eine Kreuzung aus den inzwischen ausgestorbenen Lowicz-Schafen und Leicester Longwool- und Polnischen Merinoschafen, welche an der Naturwissenschaftlichen Universität in Warschau entwickelt wurde, um unter wenig idealen Bedingungen Wolle von hoher Qualität zu produzieren.

Da dieses Garn als Streichgarn versponnen wird, ist es leicht und luftig, aber trotzdem sehr warm. Es ist ideal für gestrickte Pullover und Accessoires mit rustikalem Charakter. Wenn man empfindlich ist, sollte man es aber nicht direkt auf der Haut tragen.

Wir haben Zelazna-Wolle in drei Garnstärken spinnen lassen: einfädig (Lacegarn), zweifädig (dickere Fingering-Stärke) und dreifädig (dickere DK-Stärke). Alle Garnstärken gibt es nur in einer Farbe – nämlich ungefärbt. Die Garne sind nur wenig verarbeitet und umweltfreundlich, weshalb du mit etwas Gras und einer gewissen Menge Lanolin bei den ersten Wäschen rechnen solltest.

Wenn du dieses Garn kaufen möchtest, findest du es hier.

Hier kannst du dir gerne wunderschöne Projekte aus einfädiger, zweifädiger und dreifädiger Zelazna-Wolle anschauen.